Monthly Archives: May 2012

Diese Algen sind gesund und machen schlank

Schlankwunder Algen

Diese Algen sind gesund und machen schlank

In Asien schon vor Jahrtausenden bekannt, bei uns seit dem anhaltenden Siegeszug von Sushi immer beliebter: Algen sind im Trend. Dabei geht es den meisten von uns vor allem um die optischen und kulinarischen Vorzüge von Kombu, Nori & Co. Was viele nicht wissen: Algen sind super gesund und obendrein noch echte Schlankwunder.

Keine Frage: NoriKombu & Co. schmecken lecker und angenehm nach Meer. Doch Algen haben auch sonst einiges zu bieten: In der Traditionellen Chinesischen Medizin setzt man Algen schon seit rund 5000 Jahren als Heilmittel zur Blutdrucksenkung und Blutreinigung ein. Auch die positive Wirkung von Algen auf Magen und Darm sowie als Stärkung der Abwehrkräfte gegen Viren und Bakterien ist erwiesen. Viele Experten meinen sogar, dass Algen der Schlüssel zur extrem niedrigen Brustkrebsrate bei japanischen Frauen sind.

Algen: wertvolle Mineralstofflieferanten

Vor allem aber sind Algen geradezu unschlagbar als Mineralstofflieferanten: Neben Zink und den Vitaminen A, C, E und B12 versorgen Algen uns besonders mit Jod. Das Spurenelement ist noch immer Mangelware und steckt in größeren Mengen sonst nur in Fisch und Meeresfrüchten. Es ist besonders wichtig für einen guten Hormonstoffwechsel und damit nicht zuletzt auch für die schlanke Linie.

Algen machen schlank

Zur Schlankwunder-Wirkung von Algen tragen außerdem die reichlich enthaltenen löslichen Ballaststoffe bei: Schon acht Gramm getrocknete Speisealgen decken etwa ein Achtel des täglichen Bedarfs an Ballaststoffen. Ein dritter Pluspunkt für Figurbewusste: Algen sind fast fettfrei, aber reich an Eiweiß – ihr Proteingehalt ist ähnlich hoch wie bei Hülsenfrüchten und Eiern.

Multitalent Nori: Klassische Alge für Sushi

Keine Sushi-Rolle ohne Nori Algen: Die Hülle aus gerösteten Seetangblättern hält die leckere Füllung von „Maki“ zusammen und macht sie erst richtig zum Hingucker. In der japanischen Küche gilt Nori als die wichtigste Algenart. Die zu den Rotalgen zählende Meeresalge wird seit Jahrhunderten vor den Küsten Japans angebaut und nach der Ernte zur Herstellung der hauchdünnen Blätter erst zerkleinert, dann gepresst und getrocknet und zuletzt geröstet.

Die fertigen Nori Algen kommen als 19 x 21 cm große und 2,5 g leichte Blätter in den Handel – das perfekte Format für Maki-Rollen mit Fisch oder Gemüse, Sushi-Tüten oder unsere tolle Sushi-Torte mit Lachs. Sind die Blätter mit Sojasauce gewürzt, heißen sie Ajitsuke-Nori. In Asia-Läden bekommt man Nori Algen aber auch noch anders als in Blattform:

  • Kizami-Nori: Nori Algen in Streifen – toll zum Garnieren von Salaten, Nudeln oder Fisch.
  • Ao-Nori: Gemahlene Nori Algen – super als Gewürz oder zum Bestreuen von Reisgerichten, Suppen und Salaten.

Man kann Nori Algen übrigens einfach mit den Fingern zerkrümeln und als Gewürz über Fischgerichte wie zum Beispiel gegrillten Heilbutt oder Sprossenpfanne mit Heilbutt streuen. Fisch- und Gemüsesuppen oder Salatsaucen streuen. Auch dasZwiebel-Omelett mit Nori ist einen Versuch wert! Wichtig für alle, die auf Jod empfindlich reagieren: Nori Algen haben wie alle Rotalgen einen relativ niedrigen Jodgehalt.

Wakame: Saftige Delikatesse für Genießer

Die Braunalge Wakame steht nach Nori Algen an zweiter Stelle der Beliebtheitsskala in Japan. Auch in Frankreich schätzt man Wakame Algen als Delikatesse und baut sie inzwischen sogar selbst an. Zu kaufen gibt es Wakame Algen als lange, getrocknete Streifen oder als Pulver.

Mit rund 10 mg Jod pro 100 g sind Wakame Algen besonders gut als Quelle für das Spurenelement geeignet. Die in Wakame Algen enthaltene Alginsäure hilft außerdem bei der Entgiftung und Reinigung des Darms. Wakame hat einen intensiven Geschmack nach Meer und eine saftige, knackige Konsistenz. Roh schmeckt die Alge besonders gut, aber bei uns gibt es sie nur getrocknet zu kaufen.

Der Umgang mit den Algen ist ganz einfach: Getrocknete Wakame Algen in einem Sieb kalt abbrausen, dann 5-6 Minuten in reichlich lauwarmem Wasser einweichen. Zum Schluss die Wakame Algen gut ausdrücken und je nach Rezept zubereiten.

Wakame Algen Rezept

Sie können Wakame Algen zum Beispiel mit Gurke und Blattgemüse als Salat zubereiten oder ganz klassisch in einer Misosuppe servieren. Lecker schmeckt auch ein Gemüse aus Wakame Algen, das als leuchtend grüne Beilage zu Fisch Eindruck macht. Dafür die Wakame Algen abspülen, einweichen und in sprudelnd kochendem Wasser 30 Sekunden garen. Zum Schluss die Algen kurz unter kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.

Kombu: Der würzige Zartmacher

Kombu Algen betören mit einem intensiven Fischaroma und ihrem leicht süßlichen Geschmack. Die in Japan und Nordfrankreich angebaute Braunalgen sind im Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen absoluter Spitzenreiter unter den Algen. Manche Kombu-Sorten enthalten sogar so viel Jod, dass sie bei uns in Deutschland nicht als Lebensmittel zugelassen und im Reformhaus nur als Badezusatz zu bekommen sind. In kleinen Mengen gilt Kombu aber für Gesunde als völlig unbedenklich.

Zum Glück, denn die leckeren Algen geben nicht nur Sushi einen besonderen Kick; ihr würziger Geschmack peppt auch andere Gerichte wie zum Beispiel ein Algen-Pesto zu Fisch oder eine köstliche Algenbrühe auf. Das kulinarische Geheimnis von Kombu Algen liegt vor allem in ihrem hohen Gehalt an natürlicher Glutaminsäure: Sie macht Lebensmittel wie z.B. Hülsenfrüchte zarter und verstärkt wie Glutamat alle Aromen, ist aber im Gegensatz zum künstlichen Ersatz unschädlich. Am besten kommt diese Wirkung zum Vorschein, wenn man Kombu Algen fein zerstößt oder zerreibt und als Gewürz verwendet.

Wer Kombu Algen als Gemüse zubereiten möchte, bereitet ihn am besten so vor: Die Algen in einem Topf mit reichlich lauwarmem Wasser 10 Minuten einweichen. Dann den Herd einschalten und das Wasser bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen, Kombu Algen herausnehmen und abtropfen lassen.

Nori, Kombu und Co.: Wie sicher sind Algen?

Nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima hatten viele Sushi-Fans Bedenken, ob sie ihr Algen überhaupt noch verzehren dürfen. Tatsächlich warnte Greenpeace schon im letzten Sommer vor stark erhöhter Radioaktivität unter anderem in Algen von der japanischen Küste. Trotzdem gaben Experten vom aid Bonn und der Verbrauchzentrale für Algen-Fans bei uns Entwarnung, denn die Importe aus Japan sind verschwindend gering und die Algen werden außerdem besonders streng kontrolliert. Auf der ganz sicheren Seite ist, wer Algen kauft, die aus Frankreich, Spanien, China oder den USA stammen. Aber selbst bei Algen aus japanischer Ernte gibt es kein Risiko für Radioaktivität, wenn sie vor März 2011 geerntet und verpackt wurden.

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Gesund grillen: Das sollten Sie beachten

Genießen mit gutem Gewissen

Gesund grillen: Das sollten Sie beachten

Grillen gehört zum Sommer. Pünktlich zu den ersten warmen Tagen verderben uns aber auch wieder Warnungen die Vorfreude: Grillen macht fett! Oder: Vom Grillen bekommt man Krebs! EAT SMARTER erklärt, welche Warnungen wahr sind und zeigt wie Sie gesund grillen.

Für den wahren Griller gibt es auf dem Rost nur eine Wahl: ein durchwachsenes Nackensteak vom Schwein. Leider enthält es bis zu 30 Gramm Fett. Das ist nicht nur ungesund wenn es auf den Hüften landet, sondern auch, wenn es auf die glühenden Kohlen tropft. Denn dann entstehen krebserregende Stoffe, die mit dem Rauch aufsteigen. Auch Würstchen bergen Probleme: Sie enthalten Pökelsalze, die bei hohen Temperaturen krebserregende Nitrosamine bilden. Aber aufs Grillen müssen Sie deswegen trotzdem nicht verzichten: Wir zeigen Ihnen, wie Sie gesund grillen.

Gesund grillen: Wählen Sie smartere Alternativen

Wer nicht auf sein saftiges Stück Fleisch verzichten möchte, kann trotzdem gesund grillen: Wählen Sie einer magere Variante. Hühnerbrust oder ein Rinderfilet sind fettärmer und schmecken genauso lecker. Und die Stücke können trotzdem saftig bleiben: Grillen Sie das Fleisch nur kurz an, dafür aber bei hoher Hitze. Auch Fisch ist eine gesunde Alternative zu Steak, Kotelett und Thüringer. Das Tolle am Fisch: Fast jede Sorte lässt sich grillen. Weiche Fische wie Kabeljau oder Heilbutt werden am besten in Alufolie gewickelt, damit sie nicht zerfallen. Feste Fische wie Lachs oder Dorade lassen sich optimal in einem speziellen Wenderost grillen. Gesund grillen ist mit Gemüse ganz einfach: Es hat im Gegensatz zu Fleisch kaum Kalorien, dafür aber viele Vitamine. Bepinseln Sie das Gemüse vor dem Grillen mit Öl, dann bleibt nichts am Rost haften. Harte Sorten wie Maiskolben oder Brokkoli garen Sie am besten vor und grillen sie dann nur kurz über. Grundsätzlich darf Gemüse nicht auf der untersten Schiene gegrillt werden. Durch seinen hohen Wasseranteil verbrennt es leichter als Fleisch. Die Krebsgefahr dämmen Sie, in dem Sie Ihr Grillgut in einer Aluschale garen. Sie fängt die Marinade- und Fetttropfen ab, so dass diese nicht auf die Kohle fallen.

Gesund grillen: Kombinieren Sie clever

Sollte der Heißhunger auf ein fettiges Steak nicht zu überwinden sein, geben Sie ihm nach. Aber kombinieren Sie es mit leichten Beilagen wie zum Beispiel einem knackigen Salat. Seien Sie vorsichtig, was Sie über Ihr Fleisch gießen: Fertigsaucen enthalten viel Fett und Zucker. Es gilt: Rote Saucen, die hauptsächlich aus Tomaten bestehen, sind leichter als weiße Saucen, deren Grundlage meist Mayonnaise ist. Eine erfrischend kalorienarme Alternative bietet ein Relish. Diese fettfreien Würzsaucen bestehen aus fein zerkleinertem Obst oder Gemüse, das mit Essig, Zucker und Gewürzen pikant abgeschmeckt ist.

Gesund grillen: Holzkohle, Gas oder Strom?

Haben Sie schon mal überlegt Ihren konventionellen Holzkohlegrill gegen ein gesünderes Modell auszutauschen? Elektro- und Gasgrills haben viele Vorteile: Die Temperatur ist besser regulierbar, es gibt keine offene Flamme und auch keinen Rauch. So ist gesund grillen einfacher. Das wissen laut Joachim Weber, Geschäftsführer von grillfuerst, besonders Gourmet-Griller zu schätzen. Weber sagt: “Für den Gourmet-Typ zählt nur das Ergebnis. Es muss fein, sauber und unkompliziert gegrillt werden.” Wer aber partout nicht auf einen Holzkohlegrill verzichten möchte, sollte einen Vertikalgrill (der Glutbehälter ist an der Seite und das tropfende Fett wird in einer extra Schale aufgefangen) probieren. Der ist optimal für Natur-Griller. Denn die legen laut Weber wert auf “das klassische Grillerlebnis”. “Das Hantieren mit Glut und Hitze ist für sie Teil des Grillvergnügens”, sagt Weber.

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Süßholz: Wunderwurzel mit Allroundtalent

 Ein Heil- und Genussmittel

Süßholz: Wunderwurzel mit Allroundtalent

Die Süßholzwurzel hat es geschafft, sie ist zur “Arzneipflanze des Jahres” gekürt worden. Tatsächlich hat das Gewächs als Naturmedizin vor allem bei Erkältungen sowie Magen- und Darmbeschwerden nachgewiesenermaßen wirksame Qualitäten. Ein weiterer Vorteil von Süßholz: Die Wurzeln werden zum größten Teil wild gesammelt und wachsen ohne Dünger oder Pflanzenschutzmittel. Süßholz hat also Bio-Qualität. Aber Süßholz kann auch kulinarisch punkten – und das keineswegs nur als Süßigkeit.

Was Süßholz so heilsam macht

So unscheinbar sie aussehen – Süßholzwurzeln haben es in sich. Rund 400 verschiedene Inhaltsstoffe wurden bis heute in Süßholz entdeckt, allen voran Glycyrrhizin und Glycyrrhizinsäure. Dieser Stoff im Süßholz hemmt den Abbau von körpereigenem Cortison und wirkt auf diese Weise gegen Entzündungen. Allerdings kann diese Wirkung auch unliebsame Folgen haben: Schwangere, Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion dürfen Süßholz darum nicht  einnehmen. Auch wer Digitalis-Präparate, Cortison oder entwässernde Mittel (Diuretika) nimmt, sollte die Süßholzwurzel nur in Rücksprache mit dem Arzt anwenden. Bei allen anderen gilt: Süßholz ist ein gutes Mittel gegen zuviel Magensäure und Bauchkrämpfe, hilft bei Husten und Schnupfen und hemmt nachweislich das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen. Neuere Studien lassen sogar vermuten, dass Süßholz selbst bei schweren Erkrankungen wie Hepatitis A und C heilsam wirkt. Endgültig erforscht ist diese Wirkung allerdings bisher nicht.

Was Süßholz so beliebt macht

Fest steht aber, dass Süßholz seinem Namen alle Ehre macht: Glycyrrhizin hat etwa 50 Mal so viel Süßkraft wie Zucker, und das fast kalorienfrei und ganz ohne Fett. Kein Wunder also, dass der eingedickte schwarze Saft der Süßholzwurzel – gut bekannt als „Lakritz“ – seit Generationen buchstäblich in aller Munde ist: Lakritze schmeckt intensiv süß und ähnlich wie Anis. Aber auch die getrocknete Wurzel selbst taugt als Ersatz für kalorienreiche Süßigkeiten. Ganz clevere Naschkatzen kauen Süßholz einfach so lange, bis es weich wird und den Geschmack verliert – ganz ähnlich also wie beim Kaugummi. Es soll sogar Leute geben, die sich mit dem Kauen von Süßholz das Rauchen erfolgreich abgewöhnt haben. In Italien zum Beispiel stieg der Verkauf von Süßholz nach dem allgemeinen Rauchverbot sprunghaft an, weil sich viele am Glimmstängel hängende Italiener die Wurzel als Zigarettenersatz besorgten.

Was Süßholz kulinarisch alles kann

Rund 500 Tonnen Süßholz kommen jährlich zu uns, meist aus dem Mittelmeerraum importiert. Ein großer Teil davon wandert in Heil- und Genussteemischungen, in Kräuterliköre und in die Süßigkeitenproduktion.  Aber auch in vielen Sterne-Restaurants steht Süßholz inzwischen im Gewürzregal, denn man kann mit der Wurzel auch wunderbar kochen. Besonders praktisch ist Pulver aus Süßholz, das man zum Beispiel im Internet bekommt, denn es lässt sich gut dosieren. Schon 1 bis 2 Teelöffel davon genügen, um Saucen, Risotto, Salatdressings, Schmorgerichten, herzhaften Füllungen oder Desserts eine feine Lakritznote zu geben.

Wer mag, kann aber auch einfach ganze, getrocknete Süßholzwurzeln in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen und dann je nach Bedarf zerkleinern. Am besten ist natürlich Süßholz raspeln, und das im wahrsten Sinn des Wortes, nämlich auf der Küchenreibe. Kocht man – zum Beispiel in einer Suppe – die ganze Süßholzwurzel mit, muss man sie natürlich vor dem Servieren herausnehmen. Die ganzen Wurzeln lassen sich übrigens auch gut beim Braten oder Grillen verwenden: Einfach die Süßholzwurzeln der Länge nach halbieren und die Enden mit einem scharfen Messer etwas „anspitzen“ und Fleisch, Geflügel, Fisch oder Gemüse daraufstecken.

 

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